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Rollenöl wird in einer Angelrolle hauptsächlich für schnell rotierende oder bewegliche Bauteile verwendet. Es sorgt für einen ruhigen Lauf, reduziert Reibung und schützt empfindliche Mechaniken vor Verschleiß.
Im Gegensatz zu Rollenfett ist Rollenöl deutlich dünnflüssiger und eignet sich deshalb besonders für Bauteile, die sich schnell bewegen oder leicht laufen sollen.
Die wichtigsten Bereiche, in denen Rollenöl eingesetzt wird, sind:
Die Spulenlager gehören zu den wichtigsten Stellen für Rollenöl. Sie bestimmen maßgeblich die Wurfperformance einer Baitcasterrolle.
Zu viel Öl kann die Wurfweite sogar reduzieren, deshalb immer sparsam dosieren.
Das Schnurlaufröllchen ist ständig in Bewegung und wird stark beansprucht. Ein Tropfen Rollenöl sorgt dafür, dass es leicht läuft und die Schnur sauber geführt wird.
Der Wormshaft (auch Levelwind-System genannt) bewegt den Schnurführer von links nach rechts und sorgt dafür, dass die Schnur gleichmäßig auf der Spule verteilt wird.
Bei der Schmierung dieses Bereichs kommt es stark auf die Baugröße und Belastung der Rolle an.
Öl kann in diesem Bereich den Lauf etwas freier machen, während Fett mehr Schutz und eine stabilere Schmierung unter Belastung bietet.
Einige Angler und Tuner verwenden bewusst Rollenöl statt Fett am Wormshaft, um die Reibung im Levelwind-System weiter zu reduzieren.
Dadurch kann sich der Schnurführer etwas freier bewegen, was bei manchen Rollen eine minimal bessere Spulenrotation und Wurfperformance ermöglichen kann.
Dieser Effekt ist zwar nicht riesig, kann aber besonders beim BFS Angeln oder bei sehr leichten Ködern einen kleinen Vorteil bringen.
Bei stärker belasteten Rollen oder beim Angeln mit größeren Ködern ist jedoch weiterhin Rollenfett die sicherere Wahl, da es langlebiger schmiert und besser vor Verschleiß schützt.
Auch die Lager in Kurbelknäufen (Knobs) oder der Handle Achse profitieren von einem kleinen Tropfen Rollenöl.
Auch andere kleine Mechaniken können gelegentlich geölt werden:
Hier reicht meist eine sehr kleine Menge Öl, um die Beweglichkeit zu erhalten.
Nicht alle Bereiche einer Angelrolle sollten mit Öl geschmiert werden. Für stark belastete Zahnräder oder Getriebe ist in der Regel Rollenfett die bessere Wahl.
Dazu gehören zum Beispiel:
Hier sorgt Rollenfett für eine stabilere Schmierung und besseren Schutz unter Belastung.
Bei Rollenöl gilt grundsätzlich: Weniger ist mehr.
Meist reicht bereits ein kleiner Tropfen, um ein Lager oder Bauteil optimal zu schmieren. Zu viel Öl kann Schmutz binden und den Lauf der Rolle sogar verschlechtern.