Jig Spinner und Tailspinner bei RL-Angelrollentuning, BLD RNNR LF in fünf Gewichten

Jig Spinner

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Jig Spinner und Tailspinner bei RL-Angelrollentuning, BLD RNNR LF in fünf Gewichten

Jig Spinner, auch als Tailspinner bekannt, sind kompakte Metall-Köder mit kugelgelagertem Spinnerblatt am Schwanz. Sie zählen zu den schnellsten Sinkern unter den Kunstködern und liefern dadurch zwei Eigenschaften, die kaum ein anderer Köder kombiniert: maximale Wurfweite und blitzschnelles Erreichen tieferer Wasserschichten. Damit sind sie der ideale Suchköder über große Distanzen und bei aggressiven Räuberperioden. Im Sortiment findest du Jig Spinner in unterschiedlichen Gewichtsklassen, mit Premium-Drillingen und teilweise komplett bleifreier Konstruktion.

Aufbau eines Jig Spinners

Der Jig Spinner besteht aus wenigen, robusten Komponenten:

  • Kompakter Metall-Body: aus Blei, Zinn-Wismut oder Stahl gegossen. Form meist tropfenförmig oder fischähnlich, ohne Tauchschaufel oder Skirts.
  • Kugelgelagertes Spinnerblatt am Schwanz: das Markenzeichen des Jig Spinners. Premium-Modelle nutzen ein Kugellager als Verbindung zwischen Body und Blade, was eine reibungsarme Rotation auch bei langsamster Geschwindigkeit ermöglicht.
  • Drilling oder Einzelhaken: am vorderen Bauch oder mittig. Hochwertige Modelle nutzen BKK Spear 21-SS oder vergleichbare Premium-Haken.
  • Befestigungsöse oben am Body: Anknüpfpunkt für die Hauptschnur oder einen Snap.
  • Optional: Pro Tackle Eyes: visueller Reizpunkt am vorderen Body, lenkt den Anbiss auf die Hakenposition.

Welcher Jig Spinner für welchen Einsatz

Die Wahl der richtigen Gewichtsklasse hängt von Wassertiefe, Strömung und Zielfisch ab.

  • 7 g Klasse: flache Bereiche bis 2 m, Barsch und leichtes Spinnfischen, ULC-Setups.
  • 10 g Klasse: mittlere Tiefen, weite Würfe vom Ufer auf Barsch und kleine Zander.
  • 14 g Klasse: Allrounder für Zander an Kanten, Mittelwasser und leichte Strömung.
  • 18 g Klasse: tiefere Spots, vertikales Angeln, größere Zander und Hecht.
  • 21 g Klasse und größer: tiefe Bereiche, starke Strömung, gezielt auf Hecht.

Anwendungsbereiche

Jig Spinner sind extrem vielseitig und decken mehrere Anwendungsfelder ab:

  • Suchköder über große Distanzen: weiteste Würfe aller Köderklassen, ideal um große Wasserflächen schnell abzudecken.
  • Vertikal-Angeln vom Boot: schnelle Sinkrate erreicht tiefere Wasserschichten in Sekunden.
  • Schwergewicht-Cranking auf Zander: schwere Klassen ab 14 g halten den Köder im Strömungsdruck unten und am Grund.
  • Stop-and-Go über Plateaus: beim Stop sinkt der Köder schnell, beim Anziehen flackert das Blade sofort wieder.
  • Power-Fishing bei aktiven Räubern: schnell geführt, das Blade rotiert konstant, lockt aktive Hechte und Rapfen über große Distanzen an.

Bleifreie Jig Spinner

Klassische Jig Spinner hatten lange Zeit einen Bleibody. Moderne Konstruktionen verzichten zunehmend auf Blei und nutzen Zinn-Wismut-Legierungen. Diese ergeben bei gleichem Wurfgewicht eine größere Silhouette, was unter Wasser deutlich sichtbarer arbeitet und mehr Druckwellen erzeugt. Bleifreie Jig Spinner sind Pflicht in den Niederlanden und Skandinavien bei Angelturnieren und an einigen Gewässern. Der Vorteil: identische Wurfweite und Sinkrate wie Blei, aber ökologisch sauber und in immer mehr Revieren erlaubt.

Kugelgelagertes Spinnerblatt

Premium-Jig-Spinner nutzen ein Kugellager zwischen Metall-Body und Spinnerblatt. Vorteile gegenüber einer einfachen Drahtachse:

  • Reibungsarme Rotation: das Blade dreht auch bei langsamster Einholgeschwindigkeit konstant.
  • Konstante Druckwellen: keine Aussetzer im Vibrationsmuster, der Räuber bekommt den Köder durchgehend mit.
  • Längere Lebensdauer: Salzwasser, Sand und Schmutz beeinträchtigen die Rotation kaum.

Hakenausstattung

Hochwertige Jig Spinner sind ab Werk mit scharfen Drillingen bestückt. Bekannte Hakenmarken in dieser Klasse sind BKK Spear 21-SS mit Super Slide Coating für maximale Penetration, Owner ST-36 und VMC. Die Drillinggröße variiert je nach Köder-Größe, von Größe 10 bei 7 g Modellen bis Größe 4 bei 21 g Modellen.

Verwandte Kategorien

Wer einen Bleikopf-Köder mit rotierendem Spinnerblatt am Drahtbügel sucht, findet ihn in der Kategorie Spinnerbaits. Für Bleikopf-Köder mit flackerndem flachen Blade geht es zu Chatterbaits. Vibration Baits aus reinem Metall ohne Spinnerblatt sitzen in der Kategorie Vibration Baits.

Häufige Fragen zu Jig Spinner

Ein Jig Spinner, auch Tailspinner genannt, ist ein kompakter Metall-Köder mit kugelgelagertem Spinnerblatt am Schwanz. Hohe Sinkrate und maximale Wurfweite machen ihn zum idealen Suchköder über große Distanzen. Klassiker für aggressive Hechte, Zander und große Barsche.

Beides bezeichnet denselben Ködertyp. "Jig Spinner" ist der internationalere Begriff, "Tailspinner" wird häufig im deutschen Raum verwendet. Die Köder sind identisch: kompakter Metall-Body mit Spinnerblatt am Schwanz.

Beim Spinnerbait sitzt das Spinnerblatt am oberen Arm eines V-förmigen Drahtbügels und der Bleikopf mit Skirts am unteren Arm, der Köder wird klassisch eingekurbelt. Beim Jig Spinner ist alles in einem kompakten Metall-Body vereint, das Blade sitzt direkt am Schwanz. Spinnerbait ist Cover-Köder, Jig Spinner ist Suchköder über offenes Wasser.

Für drei Anwendungsfelder ist er konkurrenzlos: Erstens als Suchköder über große Distanzen wegen maximaler Wurfweite. Zweitens beim vertikalen Angeln vom Boot wegen schneller Sinkrate. Drittens beim Power-Fishing auf aktive Räuber, wo schnelle Köderführung mit konstanter Vibration gefragt ist.

Faustregel: 7 bis 10 g für Bereiche bis 2 m, 14 g für mittlere Tiefen bis 4 m, 18 bis 21 g für tiefere Spots ab 4 m. Je stärker die Strömung, desto schwerer das Wurfgewicht. Für vertikales Angeln vom Boot in tiefem Wasser werden 18 g und schwerer gefischt.

Das Kugellager zwischen Body und Blade ermöglicht reibungsarme Rotation auch bei langsamster Einholgeschwindigkeit. Vorteil: konstante Druckwellen ohne Aussetzer im Vibrationsmuster. Salzwasser, Sand und Schmutz beeinträchtigen die Rotation kaum, was die Lebensdauer deutlich verlängert.

Drei Standardtechniken: Erstens gleichmäßiges Einkurbeln in mittlerer bis schneller Geschwindigkeit, das Blade rotiert konstant. Zweitens Stop-and-Go, beim Stop sinkt der Köder schnell ab, beim Anziehen flackert das Blade sofort wieder. Drittens vertikales Anbieten vom Boot, der Köder wird auf Tiefe gelassen und mit kurzen Hubs bewegt.

Ja, moderne bleifreie Jig Spinner liefern identische Wurfweite und Sinkrate wie Bleikonstruktionen. Hersteller verwenden Zinn-Wismut-Legierungen, die bei gleichem Wurfgewicht eine größere Silhouette ergeben, was unter Wasser sogar deutlich sichtbarer arbeitet und mehr Druckwellen erzeugt. In den Niederlanden und Skandinavien Pflicht.

Für den Einstieg eignet sich ein Jig Spinner in 14 g Klasse. Er fliegt weit, sinkt zügig und fängt zuverlässig Barsch, Zander und kleinere Hechte. Anfangs gleichmäßig einkurbeln, später Stop-and-Go variieren. Bleifreie Modelle haben den Vorteil, dass sie an allen Gewässern erlaubt sind.

Jig Spinner laufen sowohl an Spinning- als auch an Baitcaster-Setups. Für 7 bis 14 g Klassen reicht eine Spinnrute mit 7 bis 28 g Wurfgewicht und 0,18 bis 0,25 mm Geflochtene. Für schwere Klassen ab 18 g empfiehlt sich eine kräftigere Rute mit 14 bis 40 g Wurfgewicht. Bei Hechtangeln Stahlvorfach Pflicht.