Crankbaits

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Crankbaits bei RL-Angelrollentuning, Shallow Runner, Medium Runner und Deep Runner

Crankbaits sind Hardbaits mit fest stehender Tauchschaufel, die beim gleichmäßigen Einkurbeln auf einer definierten Lauftiefe arbeiten und konstante Action ohne zusätzliche Rutenarbeit liefern. Sie zählen zu den wichtigsten Suchködern der modernen Räuberangelei und decken einen Tiefenbereich von der Oberfläche bis in die mittlere Wassersäule ab. Im Sortiment findest du Crankbaits in den klassischen Lauftiefen-Klassen Shallow Runner, Medium Runner und Deep Runner sowie Floating und Suspending Varianten in unterschiedlichen Größen für Hecht, Zander, Barsch, Rapfen, Aitel und Forelle.

Welche Lauftiefen-Klassen gibt es

Crankbaits werden nach ihrer Tauchtiefe kategorisiert. Die Tauchschaufel-Größe und der Anstellwinkel bestimmen, wie tief der Köder beim Einkurbeln läuft.

  • Shallow Runner (SR): Lauftiefe etwa 0,1 bis 1 m. Klassischer Köder für flache Krautkanten, überflutete Strukturen und Uferzonen. Ideal für Hecht und Barsch in Cover.
  • Medium Runner (MR): Lauftiefe etwa 0,5 bis 1,5 m. Allrounder für Plateau-Kanten und mittlere Wassersäule. Ideal für Zander an Strömungskanten und große Barsche.
  • Deep Runner (DR): Lauftiefe etwa 1,5 bis 3 m und tiefer. Für tiefe Plateau-Kanten, Mittelwasser-Strukturen und gezieltes Hechtangeln in tieferen Bereichen.
  • Squarebill: Crankbait mit eckiger, breiter Tauchschaufel. Läuft flach (typisch 0,3 bis 1 m), prallt aber kontrolliert von Hindernissen ab, ohne hängen zu bleiben. Spezialklasse für Hartgrund und überflutetes Holz.
  • Lipless Crankbait: Crankbait ohne Tauchschaufel. Sinkt frei ab und wird durch die Einholgeschwindigkeit auf Tiefe gehalten. Power-Fishing-Klasse mit hoher Vibration.

Schwimmverhalten: Floating, Suspending, Sinking

Crankbaits unterscheiden sich zusätzlich nach ihrem Verhalten beim Stoppen:

  • Floating: Köder steigt beim Stoppen zur Oberfläche auf. Ideal für Stop-and-Go-Führungen über Hindernissen, weil der Köder bei Pause aus der Hängergefahr aufsteigt.
  • Suspending: Köder bleibt beim Stoppen auf der eingestellten Tiefe stehen. Öffnet Bissfenster für vorsichtige Räuber, die einen ruhig stehenden Köder gezielt attackieren.
  • Slow Floating: Köder steigt sehr langsam auf. Kombiniert die Vorteile von Floating und Suspending, der Köder bleibt lange auf Bisstiefe und kommt dann sanft nach oben. Klassiker für klares Wasser.
  • Sinking: Köder sinkt beim Stoppen ab. Für tiefere Bereiche und vertikale Präsentationen.

Welcher Crankbait für welchen Einsatz

Die Wahl des richtigen Crankbaits hängt von Zielfisch, Wassertiefe, Wasserklarheit und Köderführung ab.

  • Hecht über flachen Plateaus und Krautkanten: Shallow Runner in 6,5 bis 7,5 cm. Läuft knapp unter der Oberfläche, ohne hängen zu bleiben.
  • Hecht in tieferen Bereichen: Deep Runner ab 7,5 cm. Erreicht Plateau-Kanten und mittlere Wassersäule mit kontrollierter Tiefenführung.
  • Zander an Strömungskanten: Medium Runner in 6,5 bis 7,5 cm. Definierte Lauftiefe an Hartgrund und Plateau-Übergängen.
  • Barsch im klaren Wasser: kleiner Shallow Runner in 5 bis 6,5 cm. Subtile Action, hohe Köderdistanz im Sichtbereich.
  • Rapfen an der Oberfläche: Floating Shallow Runner. Provoziert Surface-Attacken in den Sommermonaten.
  • Forelle und Aitel im Fließgewässer: Mini-Crankbait in 5 cm als SR. Finesse-Klasse mit leichten Wurfgewichten.
  • Klares Wasser, vorsichtige Räuber: Slow Floating oder Suspending Crankbait mit Stop-and-Go-Führung. Bissfenster bei Pausen.

Material und Konstruktion

Crankbaits werden aus zwei Hauptmaterialien gefertigt:

  • Hartplastik (ABS, Polycarbonat): Standard für moderne Crankbaits. Leicht, formstabil, in der Serienfertigung präzise reproduzierbar. Sorgt für identische Lauf-Charakteristik bei jedem Köder einer Charge.
  • Holz (Balsa, Zeder): Premium-Material für handgefertigte Crankbaits. Liefert eigene Lauf-Charakteristik durch natürliche Auftriebsverteilung, jeder Köder ist individuell.

Moderne Crankbait-Konstruktionen nutzen häufig ein Magnetic Weight Transfer System: bewegliche Wurfgewichts-Verteilung im Inneren. Beim Wurf rutscht das Gewicht nach hinten und sorgt für maximale Wurfweite, beim Auftreffen verlagert es sich zurück in die Lauf-Position. Resultat: weite Würfe plus saubere Lauf-Charakteristik in einem Köder.

Action-Charakteristiken

Crankbaits unterscheiden sich auch in der Body-Action beim Lauf:

  • Tight Wobble: enge, schnelle Körperbewegung. Wirkt natürlich, ideal für klares Wasser und vorsichtige Räuber.
  • Wide Wobble: weite, langsame Körperbewegung. Mehr Druckwellen, ideal für trübes Wasser und bei aktiven Räubern.
  • Rolling Action: Körper rotiert leicht um die Längsachse, zeigt zusätzliche Lichtreflexe.
  • Hunting Action: unregelmäßiger, leicht erratischer Lauf. Provoziert Reflex-Bisse bei trägen Räubern.

Bleifreie Crankbaits

Klassische Crankbaits hatten lange Zeit Blei-Innenkomponenten als Wurfgewicht. Moderne Konstruktionen verzichten zunehmend auf Blei und nutzen alternative Wurfgewichts-Materialien wie Zinn-Wismut oder Stahl. Bleifreie Crankbaits sind Pflicht in den Niederlanden und in Skandinavien bei Angelturnieren und an einigen Gewässern. Hersteller gleichen den geringeren Spezifischen-Gewicht der bleifreien Legierung über Bauform und Volumen aus, sodass die Lauf-Charakteristik gegenüber Bleikonstruktionen identisch bleibt.

Hakenausstattung

Hochwertige Crankbaits sind ab Werk mit zwei scharfen, gehärteten Drillingen bestückt: einer am Bauch, einer am Schwanz. Bekannte Hakenmarken sind BKK Spear 21-SS mit Super Slide Coating für maximale Penetration, Owner ST-36 und VMC. Wer seine Crankbaits aufrüsten will, findet im Sortiment hochwertige Drillinge und Sprengringe als Tuning-Komponenten.

Verwandte Kategorien

Wer einen Hardbait mit erratischer Twitch-Action sucht, findet ihn in der Kategorie Twitchbaits. Für Köder mit Spinnerblatt oder Bladed-Jig-Action geht es zur Kategorie Blechköder.

Häufige Fragen zu Crankbaits

Ein Crankbait ist ein Hardbait mit fest stehender Tauchschaufel, der beim gleichmäßigen Einkurbeln auf einer definierten Lauftiefe arbeitet. Im Gegensatz zum Twitchbait braucht er keine Rutenarbeit und liefert konstante Action durch das Einholen allein.

Ein Crankbait läuft beim gleichmäßigen Einkurbeln mit konstanter Action und definierter Lauftiefe. Ein Twitchbait ist beim Einkurbeln ruhig und entfaltet seine erratische Action erst durch ruckartige Rutenbewegungen. Crankbait für Suche und Cover-Fishing, Twitchbait für gezielte Spot-Präsentation.

Die Begriffe geben die Tauchtiefe eines Crankbaits an. Shallow Runner (SR) tauchen 0,1 bis 1 m tief, Medium Runner (MR) etwa 0,5 bis 1,5 m, Deep Runner (DR) ab 1,5 m bis 3 m und tiefer. Tauchschaufel-Größe und Anstellwinkel bestimmen die jeweilige Lauftiefe.

Faustregel: Lauftiefe sollte etwa 0,5 bis 1 m über der Wassertiefe liegen, in der die Räuber stehen. In flachen Krautfeldern reicht ein Shallow Runner mit 0,1 bis 1 m Lauftiefe, an tiefen Plateau-Kanten brauchst du einen Deep Runner ab 2 m. Hersteller geben die Lauftiefe als Range an.

Ein Squarebill ist ein Crankbait mit eckiger, breiter Tauchschaufel. Er läuft flach (0,3 bis 1 m) und prallt kontrolliert von Hindernissen ab, ohne hängen zu bleiben. Spezialklasse für Hartgrund, überflutetes Holz und Steinpackungen, klassischer Bass-Köder, der auch auf Hecht und großen Barsch fängt.

Floating-Crankbaits steigen beim Stoppen auf, ideal für Stop-and-Go über Hindernissen. Suspending-Crankbaits bleiben auf eingestellter Tiefe stehen, öffnen Bissfenster bei vorsichtigen Räubern. Slow Floating kombiniert beides: Köder bleibt lange auf Bisstiefe, steigt dann sanft auf. Sinking sinkt ab, für tiefere Präsentationen.

Drei Standard-Führungstechniken: Erstens gleichmäßiges Einkurbeln, der Köder läuft auf seiner Tauchtiefe und der Räuber attackiert die konstante Action. Zweitens Stop-and-Go, beim Stoppen pausiert die Action, beim Anziehen springt sie wieder an. Drittens Bottom-Tapping, der Köder kommt am Grund auf, klopft Bodenreize, ideal an Hartgrund.

Für den Einstieg eignen sich Shallow Runner oder Medium Runner in 6,5 bis 7,5 cm Größe. Sie laufen mit konstanter Geschwindigkeit, brauchen keine besondere Köderführung und fangen zuverlässig Barsch, Hecht und Zander. Floating-Variante ist anfängerfreundlich, weil der Köder bei Pause aus der Hängergefahr aufsteigt.

Mittlere Geschwindigkeit ist Standard, sodass der Crankbait seine maximale Tauchtiefe erreicht und die Body-Action sauber arbeitet. Bei aktiven Räubern und trübem Wasser etwas schneller einkurbeln, bei vorsichtigen Räubern und klarem Wasser langsamer mit längeren Pausen. Faustregel: ca. 1 bis 1,5 Kurbelumdrehungen pro Sekunde.

Crankbaits werden klassisch mit Baitcaster-Setup geführt, Wurfgewicht 7 bis 30 g, Schnurklasse 0,20 bis 0,30 mm Geflochtene plus Fluorocarbon-Vorfach. Mini-Crankbaits unter 75 mm laufen auch an UL-Spinnruten. Die richtige Rute hat eine semi-parabolische Aktion, die den Drill abfedert und beim Anbiss nicht ausschlägt.