Vibration Baits bei RL-Angelrollentuning, MTL LF in 45 und 65 mm mit drei Attachment Points

Vibration Baits

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Vibration Baits bei RL-Angelrollentuning, MTL LF in 45 und 65 mm mit drei Attachment Points

Vibration Baits sind komplett aus Metall gefertigte Köder, die durch ihre schmale, hohe Bauform und ein flaches, vorgeschaltetes Blade beim Einkurbeln intensive Vibrationen erzeugen. Sie zählen zu den schnellsten Sinkern unter den Blechködern und sind das klassische Werkzeug für Power Fishing: schnelles Absuchen großer Wasserflächen, vertikales Anbieten in tieferen Bereichen und gezieltes Jiggen am Grund. Im Gegensatz zum Chatterbait, der einen Bleikopf und Skirts hat, ist der Vibration Bait kompromisslos minimalistisch: nur Metall, Blade und Drillinge. Im Sortiment findest du Vibration Baits in unterschiedlichen Größen, mit variablen Attachment Points und teilweise komplett bleifreier Konstruktion.

Aufbau eines Vibration Baits

Der Vibration Bait verzichtet auf alles Überflüssige und besteht aus wenigen, robusten Komponenten:

  • Schmaler, hoher Metall-Body: aus Zink-Legierung, Zinn-Wismut oder Stahl gegossen. Form häufig fischähnlich mit hohem Rücken und schmalem Bauch.
  • Vorgeschaltetes flaches Blade: erzeugt beim Einkurbeln die charakteristische Vibration. Wird meist aus poliertem Edelstahl oder lackiertem Metall gefertigt.
  • Zwei Drillinge: einer am vorderen Bauch, einer am Schwanz. Premium-Modelle nutzen BKK, Owner oder VMC-Drillinge in passender Größe.
  • Mehrere Attachment Points am Rücken: bei Premium-Modellen wie dem MTL LF sitzen drei Einhängeösen am Rücken, an denen die Hauptschnur oder ein Snap eingehängt wird. Jede Position erzeugt eine andere Lauf-Charakteristik.

Drei Attachment Points: variable Lauftiefe und Action

Das wichtigste Feature moderner Vibration Baits sind die drei Einhängeösen am Rücken. Sie erlauben es, den gleichen Köder an drei unterschiedlichen Punkten einzuhängen und so Lauftiefe und Action exakt an die Spot-Bedingungen anzupassen:

  • Vorderer Attachment Point: ruhigerer Lauf mit weniger Vibration. Ideal für klares Wasser, vorsichtige Räuber und langsame Köderführung.
  • Mittlerer Attachment Point: ausgewogener Lauf mit mittlerer Vibrationsstärke. Der Allrounder für die meisten Situationen.
  • Hinterer Attachment Point: stärkste Vibration und aggressivste Action. Perfekt für trübes Wasser, große Distanzen und beißfaule Tage.

Welcher Vibration Bait für welchen Einsatz

  • Suchköder über große Wasserflächen: Vibration Bait Medium oder Large am hinteren Attachment Point. Maximale Vibration, weite Würfe.
  • Vertikal-Angeln vom Boot: schwere Klassen ab 14 g. Schnelle Sinkrate erreicht tiefere Wasserschichten in Sekunden.
  • Jiggen am Grund auf Zander: am mittleren Attachment Point, mit kurzen Hubs am Boden. Beim Anziehen flackert das Blade, beim Sinken kommt der Köder schnell wieder zum Grund.
  • Hecht in tieferen Bereichen: schwerer Vibration Bait, hinterer Attachment Point, gezielter Sinker an Plateau-Kanten.
  • Barsch und Zander im klaren Wasser: kleinerer Vibration Bait am vorderen Attachment Point. Ruhigerer Lauf, dezente Vibration.
  • Trübes Wasser, Hochwasser, Dämmerung: hinterer Attachment Point. Maximale Vibration aktiviert das Seitenlinienorgan, auch wenn die Sicht schlecht ist.

Power Fishing erklärt

Power Fishing ist eine Köderführungsphilosophie, bei der große Wasserflächen schnell und systematisch abgesucht werden, um aktive Räuber zu finden. Vibration Baits sind dafür prädestiniert, weil sie drei Eigenschaften kombinieren, die Power Fishing voraussetzt:

  • Maximale Wurfweite: kompakter, schwerer Body fliegt weiter als Hardbaits oder Spinnerbaits gleicher Klasse.
  • Schnelle Sinkrate: erreicht tiefere Wasserschichten in Sekunden, kein Zeitverlust beim Auf- oder Absteigen.
  • Konstante Vibration: das Blade arbeitet unabhängig von der Geschwindigkeit, von Slow Roll bis Speed Retrieve.

Damit lässt sich in einer Stunde Power Fishing mehr Wasserfläche absuchen als mit klassischen Crankbaits oder Softbaits am Jigkopf in zwei Stunden.

Bleifreie Vibration Baits

Klassische Vibration Baits hatten lange Zeit einen Bleibody. Moderne Konstruktionen verzichten zunehmend auf Blei und nutzen Zinn-Wismut-Legierungen. Diese ergeben bei gleichem Wurfgewicht eine ähnliche Bauform und identische Sinkrate, sind aber ökologisch sauber und in Reviere mit Bleiverbot einsetzbar. Bleifreie Vibration Baits sind Pflicht in den Niederlanden und Skandinavien bei Angelturnieren und an einigen Gewässern.

Hakenausstattung

Hochwertige Vibration Baits sind ab Werk mit zwei scharfen Drillingen bestückt: einer am vorderen Bauch, einer am Schwanz. Bekannte Hakenmarken sind BKK, Owner ST-36 und VMC. Wer seine Vibration Baits aufrüsten will, findet im Sortiment hochwertige Drillinge und Sprengringe als Tuning-Komponenten.

Verwandte Kategorien

Wer einen Bleikopf-Köder mit flackerndem Blade und Skirts sucht, findet ihn in der Kategorie Chatterbaits. Für Metall-Köder mit kugelgelagertem Spinnerblatt am Schwanz geht es zu Jig Spinnern. Für klassische Spinnerbaits mit Drahtbügel zur Kategorie Spinnerbaits.

Häufige Fragen zu Vibration Baits

Ein Vibration Bait ist ein komplett aus Metall gefertigter Köder mit schmaler, hoher Bauform und vorgeschaltetem flachen Blade. Beim Einkurbeln erzeugt er intensive Vibrationen über das Blade und den Body. Klassischer Power-Fishing-Köder mit hoher Sinkrate für schnelles Absuchen großer Wasserflächen.

Ein Chatterbait hat einen Bleikopf mit Silikon-Skirts und vorgeschaltetem flachen Blade. Ein Vibration Bait ist komplett aus Metall, ohne Skirts und ohne Bleikopf. Chatterbait für Cover und Krautkanten, Vibration Bait für Power Fishing über offenes Wasser und in tieferen Bereichen.

Power Fishing ist eine Köderführungsphilosophie, bei der große Wasserflächen schnell und systematisch abgesucht werden, um aktive Räuber zu finden. Vibration Baits sind prädestiniert, weil sie maximale Wurfweite, schnelle Sinkrate und konstante Vibration kombinieren. In einer Stunde Power Fishing wird mehr Wasser abgesucht als mit klassischen Setups in zwei Stunden.

Drei Anwendungsfelder: Erstens Suchköder über große Wasserflächen wegen maximaler Wurfweite. Zweitens vertikales Angeln vom Boot wegen schneller Sinkrate. Drittens Jiggen am Grund auf Zander, weil der Köder bei jedem Hub flackert und beim Sinken zügig zurück zum Grund kommt.

Die drei Einhängeösen erlauben unterschiedliche Lauf-Charakteristiken am gleichen Köder. Vorderer Punkt: ruhiger Lauf mit weniger Vibration, ideal für klares Wasser. Mittlerer Punkt: ausgewogen, der Allrounder. Hinterer Punkt: stärkste Vibration und aggressivste Action, ideal für trübes Wasser und große Distanzen.

Kleine Vibration Baits (45 mm Klasse, ca. 10 g) für Barsch und Zander im klaren Wasser oder am Drop-Shot. Mittlere Klassen (65 mm, ca. 20 g) als Allrounder für Zander, kleinere Hechte und vertikales Angeln. Schwere Klassen ab 25 g gezielt für Hecht in tieferen Bereichen und Power Fishing.

Drei Standardtechniken: Erstens gleichmäßiges Einkurbeln in mittlerer bis schneller Geschwindigkeit, das Blade vibriert konstant. Zweitens Stop-and-Go, beim Stop sinkt der Köder schnell ab, beim Anziehen flackert das Blade sofort wieder. Drittens vertikales Jiggen vom Boot mit kurzen Hubs am Grund.

Ja, moderne bleifreie Vibration Baits liefern identische Sinkrate und Vibration wie Bleikonstruktionen. Hersteller verwenden Zinn-Wismut-Legierungen, die bei gleichem Wurfgewicht eine vergleichbare Bauform ergeben. In den Niederlanden und Skandinavien sind bleifreie Köder bei Turnieren Pflicht.

Für den Einstieg eignet sich ein Vibration Bait in der 65-mm-Klasse mit ca. 20 g am mittleren Attachment Point. Er fliegt weit, sinkt zügig und fängt zuverlässig Zander, Hecht und großen Barsch. Anfangs gleichmäßig einkurbeln, später Stop-and-Go variieren.

Vibration Baits laufen sowohl an Spinning- als auch an Baitcaster-Setups. Für Klassen bis 20 g reicht eine Spinnrute mit 7 bis 28 g Wurfgewicht und 0,18 bis 0,25 mm Geflochtene. Für schwere Klassen ab 25 g empfiehlt sich eine Baitcaster mit 14 bis 50 g Wurfgewicht. Bei Hechtangeln Stahlvorfach Pflicht.

Chatterbaits werden klassisch mit Baitcaster-Setup geführt, Wurfgewicht 14 bis 30 g für Medium und Large, 7 bis 14 g für Small. Die richtige Rute hat semi-parabolische Aktion mit kräftigem Rückgrat, das die Vibration sauber überträgt und Hechtbisse aufnimmt. Schnurklasse 0,22 bis 0,30 mm Geflochtene plus Stahlvorfach für Hechtangeln.